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Allgemeine Geschäftsbedingungen

Bereich Staplerfahrschule

1. An- und Abmeldung

Für die Teilnahme an einer Kursveranstaltung der Widmer Staplerfahrschule, haben sich die Teilnehmer oder Arbeitgeber übers Onlineformular anzumelden. Mit der Anmeldung anerkennen die Teilnehmer die allgemeinen Geschäftsbedingungen und das Prüfungsreglement der Widmer Industrieservice AG. Die Anmeldung ist verbindlich, ein Rücktritt kann unter den in Punkt 7 genannten Bedingungen und mit den jeweiligen finanziellen Verlusten erfolgen. Die Widmer Industrieservice AG hat ein Angebot von fixen Kursterminen, welche im Voraus geplant, jedoch nicht umfänglich auf der Homepage publiziert werden. Ein Kurstermin gilt erst als definitiv, wenn die Widmer Industrieservice AG Administration dies schriftlich bestätigt hat. Bei Nichterscheinen zum Kurs ohne Nennung eines triftigen Grundes (vgl. Punkt 7) werden keine Kursgebühren zurückerstattet. Bei einer nochmaligen Anmeldung zum Kurs ist wiederum das volle Kursgeld zu entrichten. Wenn der Kurs nicht in den Kursräumlichkeiten der Widmer Industrieservice AG stattfindet, wird nach erfolgter Bestätigung bei Ihnen vor Ort eine Kursvorbesprechung (mit Ihrem Sicherheitsbeauftragten) vereinbart.

Folgende persönliche Angaben werden bei einer Anmeldung benötigt:

  • Name
  • Vorname
  • Geburtsdatum
  • AHV-Nummer

Aus der Anmeldung muss ersichtlich sein welches der Vorname und der Name des Teilnehmers ist, allfällige Korrekturen nach Ausweis Erstellung werden mit CHF 50.- belastet.

Kann ein Kurs infolge höherer Gewalt (auch Unfall oder Krankheit der Kursleitung) nicht stattfinden, können gegenüber der Widmer Industrieservice AG keine Haftungsansprüche geltend gemacht werden. In diesen Fällen erfolgt eine sofortige Benachrichtigung. Privatpersonen die einen Kursplatz buchen wollen, müssen im Voraus 50% der Kurskosten für die Platzreservierung vorauszahlen. Diese Akontozahlung wird nur in Folge Unfall zurückerstattet.

2. Eignung

Grundsätzlich ist jedermann zum Ablegen von Widmer Industrieservice AG Kursen und Prüfungen berechtigt, sofern die in den Ausschreibungen spezifizierten Anforderungen und den EKAS Richtlinien erfüllt sind. Die angemeldeten Teilnehmer müssen z.B. sich in der gesprochenen und schriftlichen Kurssprache Deutsch auf Minimum Niveau A2 verständigen können. Auf Anfrage können diesbezüglich die Lehrmittel vor Kursbeginn zugestellt werden. Die Teilnehmer müssen gemäss Arbeitsgesetz für die Ausbildung volljährig sein (18. Lebensjahr), eine Ausnahme bilden die Berufsbranchen, bei denen der Umgang mit schweren Maschinen ab dem 16. Lebensjahr bewilligt wird. Zu berücksichtigen ist auch gemäss UVG und VUV, das Seh- und Hörvermögen und keine körperlichen Einschränkungen, die das Arbeiten mit gefährlichen Geräten beeinträchtigen oder einschränken. Erscheint ein Teilnehmer nicht in zurechnungsfähigem Zustand (unter Einfluss von Drogen, Alkohol oder starken Medikamente), wird er vom Kursleiter sofort freigestellt, ohne Rückerstattung der Kosten.

3. Einladung

Der Anmeldungseingang wird immer schriftlich bestätigt, wenn die Durchführung eines Kurses gesichert ist. 2 Wochen vor Kursbeginn werden für jeden Teilnehmer folgende Unterlagen zugestellt: Kurseinladung, Tagesprogramm, Anfahrtsplan und die Rechnung.

4. Eintrittstest

Bei Anmeldungen für den Intensivkurs (2 Tage) wird ein schriftlicher Eintrittstest durchgeführt. Der Kursleiter behält sich das Recht vor, wenn nötig einen praktischen Fahrtest durchzuführen. Für den Intensivkurs nicht geeignete Teilnehmer werden in Absprache mit dem Arbeitgeber oder der Privatperson selbst in einen Grundkurs für Fahrer mit wenig oder ohne Erfahrung eingeplant.

5. Organisation der Kurse

Die zu erfüllenden Kriterien zum jeweiligen Kurs sind im Merkblatt für die benötigten Ressourcen festgehalten. Sollte die Ausbildung in Ihrem Betrieb stattfinden erhalten sie mit dem Angebot das Merkblatt im PDF-Format zugestellt. Unten sind einige allgemeine Grundsätze festgehalten:

  • Die Teilnehmerzahl pro Kurs für Flurförderzeuge beträgt 5 bis max. 6 Teilnehmer.
  • Die Teilnehmerzahl pro Kurs für Kranschulungen beträgt max. 8 Personen.
  • Sollte die Ausbildung in Ihrem Betrieb stattfinden, stellen Sie die Infrastruktur für den praktischen Kursteil zur Verfügung, grob zusammengefasst gilt:
  • Pro 2 Teilnehmer mindestens 1 Übungsgerät
  • Die Übungsplatzgrösse wird aus der EKAS Richtlinie abgeleitet (je nach Gerätetyp und Grösse/ falls bei Ihnen im Betrieb) stapelbare Lasten oder Übungsobjekte je nach Lehrgang (Betriebsspezifisch)
  • Für den theoretischen Kursteil: ein Theorieraum (Sitzungsraum) für alle Teilnehmer und Kursleiter.  Der Kursleiter behält sich das Recht vor, wenn die geforderte Infrastruktur am Kurstag nicht zur Verfügung gestellt werden kann, den Kurs abzubrechen, ohne Rückerstattung der Kosten.

6. Preise

Die Kurs- und Prüfungsgebühren und alle anderen Gebühren (Bearbeitungsgebühren und allfällige Anmeldegebühren usw.) sind in den Widmer Industrieservice AG Kurskosten integriert und auf den Kursausschreibungen ersichtlich. Zusätzliche Kosten verursachen folgende Punkte, die mit dem Kursgeld nicht abgedeckt werden: 

  • Besprechungen und Beratungen vor Ort beim Kunden (Anfahrtsspesen abhängig von der Distanz) Kursleiter Anfahrtsspesen bei Lehrgängen vor Ort beim Kunden (Kosten abhängig von der Distanz) ASA / CZV Bescheinigungen à je CHF 30.- pro Teilnehmer
  • Zusätzliche Übungsstunden mit Geräten à je CHF 85.- pro Stunde
  • Nachprüfungen/ Nachschulungen die an einem anderen Tag erfolgen, werden à je CHF 100.- pro ½ Tag in Rechnung gestellt.
  • Zusätzliche Lehrmittel können über die Widmer Industrieservice AG bezogen werden für je CHF 50.00 pro Buch.
  • Rekurs Gebühren CHF 100.00 (einmalig)
  • Verpflegung während der Mittagspause (individuell), es werden Essensmöglichkeiten bekanntgegeben.

Die Kurskosten sind vor Kursbeginn zu begleichen. Sind die Kursgebühren vor der Prüfung noch nicht beglichen worden, wird die Kandidatin/der Kandidat trotzdem zur Prüfung zugelassen. Die Zertifikate, Ausweise und anderweitige Kursbestätigungen werden jedoch bis zur vollendeten Bezahlung zurückbehalten.

7. Abmeldung / Nichterscheinen

Teilnehmer oder deren Arbeitgeber können ihre Anmeldung bis 14 Tage vor dem Kurs schriftlich und kostenlos zurückziehen.  Ein Rücktritt nach Ablauf dieser Frist ist nur bei Vorliegen eines triftigen Grundes möglich.

Als triftige Rücktrittsgründe gelten:

  • bescheinigter unvorhergesehener Wehrdienst / Arbeitseinsatz
  • Krankheit oder Unfall mit Arztzeugnis
  • schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Todesfall in der Familie (nur mit ärztlicher oder amtlicher Bescheinigung)

Kandidaten, die aus triftigen Gründen von der Prüfung zurücktreten, wird in der Regel der Prüfungstermin verschoben oder unter Abzug einer Bearbeitungsgebühr von CHF 60.00 die eingezahlte Prüfungsgebühr zurückerstattet.

Erfolgt die Abmeldung später als 14 Tage vor dem Kurs, und können keine triftigen Gründe geltend gemacht werden, so wird folgende Regel angewendet:

  • Abmeldung zwischen dem 7. bis 14. Tag vor Kursbeginn: 50% der Kurskosten werden zurückerstattet oder sind zur Zahlung fällig.
  • Abmeldung zwischen dem 7. bis 0 Tage vor Kursbeginn: ist die ganze Kursgebühr zur Zahlung fällig.

Bei Nichterscheinen zum Kurs oder Nachschulung ohne Nennung eines triftigen Grundes werden keine Prüfungsgebühren zurückerstattet. Bei einer nochmaligen Anmeldung für den Kurs ist wiederum die volle Kursgebühr zu entrichten. Tritt eine offensichtliche Erkrankung des Kandidaten während des Kurses ein (Meldung durch Kursleiter in seinem Rapport und nachträgliche Einreichung eines Arztzeugnisses), kann die Prüfung am nächsten ordentlichen Kurstermin wiederholt werden. Dabei können Bearbeitungsgebühren bis CHF 40.00 belastet werden.  Verlässt ein Teilnehmer/in die Prüfung ohne triftigen Grund, wird die Prüfungsnote aufgrund der bis zum Zeitpunkt des Verlassens der Prüfung erbrachten Leistung ermittelt.

8. Abwesenheiten

Bei Abwesenheiten oder zu spätem erscheinen, kann kein Anspruch auf verpassten Unterricht gemacht werden. Bei zu spätem erscheinen wird nach der unten genannten Zeit der Kurs abgebrochen. Die Fehlzeiten richten sich entsprechend nach der Kursdauer:

  • CZV-Kurs:                    ¼ Stunde
  • 1 Tag:                          ½ Stunde
  • 2 Tage:                        1 Stunde
  • Bis 4 Tage:                 2 Stunden

Teilnehmer die über Ihren Arbeitgeber oder eine soziale Institution (z.B. Arbeitsamt) angemeldet wurden, gelten die Kurszeiten als Arbeitszeit und werden daher dem Auftraggeber gemeldet.

9. Prüfungen

Die Widmer Industrieservice AG führt Prüfungen zum Erwerb schweizerischer Zertifikate im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz durch. Wichtigste Labels und Zertifizierungsstellen dieser Zertifikate sind:

  • Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA)
  • Eidgenössische Koordinationsstelle für Arbeitssicherheit (EKAS)
  • Vereinigung der Strassenverkehrsämter (ASA, CZV)

Aufgrund der ermittelten Resultate und der vorgegebenen Erfüllungskriterien, setzt die Prüfungskommission die Noten/Bewertungen anhand oben genannter Institutionen fest. Die Prüfungsergebnisse werden direkt und schriftlich zugestellt. Beim erfolgreichen Bestehen der nötigen Kurse/Module werden, sofern die Bezahlung erfolgte, alle erlangten Zertifikate mitgeliefert.

10. Zertifikate (Ausweise und Ausbildungsnachweise)

Die von der Widmer Industrieservice AG ausgestellten Ausweise/Zertifikate sind in der Schweiz und Liechtenstein gültig. Einmal ausgestellte Ausweise und Zertifikate bleiben nach aktuellem Verordnungsstand zeitlich unbegrenzt gültig. Dies kann sich durch eine Verordnungsrevision der EKAS jedoch in Zukunft ändern.  Mit dem Erreichen des Zertifikates hat die Kandidatin/der Kandidat den Nachweis erbracht, dass Er/Sie über die in den jeweiligen Ausschreibungen und Lernzielen aufgezeigten Kenntnisse verfügt. Ausweise oder das Zertifikat wird durch das erfolgreiche Bestehen der von der Widmer Industrieservice AG definierten Prüfungen erworben.

Damit die Ausweise und Ausbildungsnachweise abgegeben werden können, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt werden:

  • Die Kurskosten wurden beglichen.
  • Der Teilnehmer war währen 90% der Kursdauer anwesend
  • Die Prüfungen wurden absolviert und bestanden.
  • Die AHV-Nummer des Teilnehmers ist vorhanden
  • Das Geburtsdatum

11. Rekursverfahren

Die Beurteilungen von Rekursen werden einer Rekurs-Kommission übertragen. Die Rekurs-Kommission übernimmt die folgenden Aufgaben:

Beurteilungen der Rekurse von Prüfungsabsolventen gegen Prüfungsentscheide der Prüfungskommission.  Die Rekurs Kommission wird aus einem Vertreter der Geschäftsleitung, einem Kursleiter und ein weiteres Mitglied, das nicht einer Prüfungskommission angehören darf, gebildet. Die Rekurs Kommission entscheidet abschliessend über einen Rekurs. Ein Weiterzug an ordentliche Gerichte ist ausgeschlossen. Die Kandidaten können gegen den Entscheid der Prüfungskommission innerhalb von 10 Tagen nach dem Einsichtnahme-Termin und gegen Hinterlegung einer Bearbeitungsgebühr von CHF 100.00 einen begründeten Rekurs einlegen. Allgemein gehaltene Rekurse sind nicht zulässig und werden ohne Angabe von Gründen zurückgewiesen. Wird der Rekurs gutgeheissen, wird die Bearbeitungsgebühr zurückerstattet.

12. Versicherung

Versicherung ist Sache der Kursteilnehmer, beziehungsweise des Arbeitgebers. Bei grösserer Sachbeschädigung oder bei Nichtbefolgen der Weisungen des Kursleiters, können die Teilnehmer resp. der Arbeitgeber dafür belangt werden.

13. Datenschutz

Die persönlichen Angaben und Aufnahmen (Fotos) der Kursteilnehmer werden nur für interne Zwecke elektronisch gespeichert.

14. Copyright

Informationen und Unterlagen aus den Kursen und Lehrgängen dürfen unter Quellenangabe nur firmenintern weiterverwendet werden.

15. Anwendbares Recht / Gerichtsstand

Zur Beurteilung allfälliger Streitigkeiten gilt das Landesgericht in Vaduz.